Selfstorage Ratgeber: Lagerraum mieten, Größen und Kosten 2026

Stand: Juni 2026. Datenbasis: laufende Auswertung von 30 Selfstoragestandorten in 12 deutschen Städten.

Wie viel Lagerraum brauchst du wirklich? Was kostet Selfstorage im Monat? Und welcher Anbieter passt zu deinem Bedarf? Dieser Ratgeber beantwortet jede Frage, die vor der ersten Buchung zählt. Alle Preise stammen aus unserem eigenen Vergleich, nicht aus Werbeversprechen.

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Was ist Selfstorage?

Selfstorage ist die Vermietung abschließbarer Lagerräume an Privatpersonen und Unternehmen. Du mietest einen Raum auf Zeit, behältst den Schlüssel selbst und hast jederzeit Zugang, in der Regel rund um die Uhr. Anders als beim Speditionslager übergibst du nichts an den Betreiber.

Das Prinzip unterscheidet Selfstorage grundlegend von einer klassischen Lagerhalle. Du sperrst dein Lagerabteil selbst auf, bringst Mobiliar und Hausrat hinein oder holst es heraus, ohne Absprache und ohne Wartezeit. Moderne Anlagen bieten Lagerflächen von 1 Quadratmeter bis über 100 Quadratmeter, vollständig online buchbar, meist mit monatlicher Kündigung.

Für wen lohnt sich Selfstorage? 7 typische Fälle

Selfstorage lohnt sich besonders bei Umzug, Renovierung, Auslandsaufenthalt, Haushaltsauflösung, für Onlinehändler, für Studierende und zur saisonalen Auslagerung. Überall dort, wo vorübergehend oder dauerhaft Platz fehlt.

Beim Umzug

Zwischen Auszug und Einzug klafft oft eine Lücke von Wochen. Ein Lagerraum überbrückt sie ohne Stress und ohne Gepäck auf dem Flur. Standorte gibt es zum Beispiel für Lagerraum Berlin ab 42 Euro oder Lagerraum Hamburg ab 36 Euro monatlich.

Bei Renovierung und Sanierung

Wer Böden verlegt oder Wände einreißt, braucht freie Fläche. Eingelagertes Mobiliar bleibt sauber und trocken, während die Handwerker arbeiten.

Bei Auslandsaufenthalt oder langer Reise

Wer Monate im Ausland ist, kann die Wohnung aufgeben und den Hausrat einlagern. Das spart Monatsmiete und schafft Flexibilität beim Neustart.

Bei Haushaltsauflösung oder Erbschaft

Nach einem Erbfall türmt sich oft mehr an, als man sofort entscheiden kann. Ein Lagerraum gibt Zeit, ohne Druck zu sortieren.

Für Onlinehändler und Selbstständige

Warenbestände, Messematerial, Büroausstattung oder Aktenarchive: Selfstorage ist die kosteneffiziente Alternative zum teuren Büro oder Logistiklager. Viele Onlinehändler nutzen Lagerflächen als flexibles Fulfilmentlager.

Für Studierende

Zwischen zwei Semestern oder beim Wechsel der Unistadt reicht ein kleines Lagerabteil ab 1 Quadratmeter für Koffer, Bücher und Zimmerausstattung. Günstig zum Beispiel in Münster oder Aachen.

Als saisonale Auslagerung

Skiausrüstung im Sommer, Gartengeräte im Winter, Campingzubehör außerhalb der Saison. Wer klein wohnt, gewinnt ganzjährig Platz zurück.

Welche Lagerraumgröße brauche ich?

Als Faustregel entspricht 1 Quadratmeter Selfstorage einem mittelgroßen Umzugskarton, bis zur Decke gestapelt. Für eine 1 Zimmer Wohnung reichen meist 7 bis 10 Quadratmeter, für eine 3 Zimmer Wohnung plane 15 bis 20 Quadratmeter.

GrößeFassungsvermögenTypischer Anwendungsfall
1 bis 3 m²Koffer, Kartons, FahrradStudentenauszug, Saisonware
4 bis 6 m²Inhalt eines kleinen ZimmersWG Auszug, Skiausrüstung
7 bis 10 m²1 Zimmer Wohnung komplettUmzug, Motorrad einlagern
11 bis 20 m²2 bis 3 Zimmer WohnungRenovierung, Auslandsaufenthalt
21 bis 50 m²Komplette WohnungseinrichtungHaushaltsauflösung, Firmenarchiv
ab 50 m²Großes WarenlagerOnlinehandel, Messegut

Wenn du Möbel stapelst und bis zur Decke nutzt, kommst du oft mit weniger aus als gedacht.

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Was kostet Lagerraum mieten? Preise 2026

Selfstorage kostet in Deutschland je nach Größe und Stadt zwischen 20 Euro für ein kleines Abteil und über 150 Euro für gewerbliche Flächen pro Monat. Am günstigsten ist es in Nürnberg ab 27 Euro, am teuersten in München ab 49 Euro.

Preise nach Raumgröße

  • Kleinräume 1 bis 3 m²: ab 20 Euro pro Monat
  • Mittelgroße Räume 5 bis 10 m²: ab 40 Euro pro Monat
  • Große Räume 15 bis 25 m²: ab 90 Euro pro Monat
  • Gewerbliche Flächen ab 30 m²: ab 150 Euro pro Monat

Preise nach Städten

Rechenbeispiel: Was zahle ich im ersten Monat?

Ein realistisches Beispiel für ein 5 Quadratmeter Abteil in Berlin: Monatsmiete 49 Euro, Kaution 49 Euro (rückzahlbar), eigenes Schloss 0 Euro. Macht im ersten Monat 98 Euro, ab dem zweiten Monat 49 Euro. Mit eigenem Vorhängeschloss sparst du die Schlossgebühr mancher Anbieter.

Einmalige Zusatzkosten

  • Kaution: rückzahlbar, ein bis zwei Monatsmieten, bei einigen Anbietern entfällt sie.
  • Versicherung: Grundschutz meist enthalten, deckt aber oft nur 2.500 bis 5.000 Euro. Wertvolles zusätzlich über die Hausratversicherung absichern.
  • Schloss: entweder vom Anbieter oder dein eigenes.

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Selfstorage oder Alternative? Der ehrliche Vergleich

Selfstorage bietet mehr Sicherheit und Flexibilität als eine Garage und ist günstiger und zugänglicher als ein Speditionslager. Wer rund um die Uhr Zugang und kurze Kündigungsfristen will, fährt mit Selfstorage am besten.

LösungKosten pro MonatZugangSicherheitFlexibilität
Selfstorageab 20 Euro24/7 selbsthoch (Video, Code)monatlich kündbar
Garage mietenab 60 Euroeigener Schlüsselgeringoft lange Frist
Speditionslagerauf Anfragenur nach Terminhochunflexibel
Dachboden oder Keller0 Eurojederzeitniedrigbegrenzt, feucht

Eine Garage ist selten klimatisiert und kaum gesichert. Das Speditionslager ist gut für sehr lange Einlagerung ohne Zugriff, aber teuer bei flexiblem Bedarf. Selfstorage ist der Mittelweg aus Preis, Sicherheit und Zugang.

Selfstorage Anbieter im Vergleich

Die vier größten Selfstorageanbieter in Deutschland sind Shurgard, MyPlace, BOXIE24 und LAGERBOX. Sie unterscheiden sich vor allem bei Preis, Verfügbarkeit von Klimatisierung und Zusatzservices wie Abholung.

Shurgard Self Storage

Einer der größten internationalen Anbieter, in über einem Dutzend deutschen Städten. Stärken: hohe Sicherheitsstandards, klimatisierte Räume, professioneller Service. Preise ab 42 Euro monatlich. Shurgard Standorte vergleichen.

MyPlace SelfStorage

Führender deutscher Anbieter mit modernen Anlagen in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Bremen, Nürnberg und Stuttgart. Stark bei digitaler Buchung und kurzen Laufzeiten. Günstige Einstiegspreise und kurze Laufzeiten. MyPlace Standorte vergleichen.

BOXIE24

Komfortkonzept: auf Wunsch liefert BOXIE24 Boxen nach Hause, du packst, BOXIE24 holt ab und lagert ein. Ideal ohne eigenes Fahrzeug. Klassische Lagerflächen vor Ort sind ebenfalls buchbar. Preise ab 39 Euro monatlich. BOXIE24 Standorte vergleichen.

LAGERBOX

Zahlreiche deutsche Standorte, transparenter Buchungsprozess ohne versteckte Kosten und günstige Einstiegspreise an vielen Standorten. LAGERBOX Standorte vergleichen.

Worauf kommt es beim Vergleich an?

Beim Anbietervergleich zählen fünf Kriterien: Lage und Erreichbarkeit, Sicherheit, Klimatisierung, Zugang rund um die Uhr und die Kündigungsfrist. Der günstigste Preis allein entscheidet selten.

Lage und Erreichbarkeit

Parkplätze am Gebäude, ebenerdige Zufahrt für Transporter, Lastenaufzug für obere Etagen, Nähe zum Autobahnanschluss.

Sicherheit

Videoüberwachung rund um die Uhr, individueller Zugangscode pro Mieter, einbruchgesichertes Gebäude, Brandmeldeanlage.

Klimatisierung

Für Wein, Elektronik, Ledermöbel oder Holz wichtig. Achte auf Temperatur (idealerweise 15 bis 25 Grad) und Luftfeuchtigkeit (unter 60 Prozent).

Zugang rund um die Uhr

Modernes Selfstorage heißt 24/7 Zugang, 365 Tage. Günstigere Anbieter beschränken auf Bürozeiten. Wenn Flexibilität zählt, ausdrücklich darauf achten.

Kündigungsfristen

Die meisten deutschen Anbieter ermöglichen monatliche Kündigung mit zwei Wochen Frist. Ein Jahresvertrag spart oft 10 bis 20 Prozent. Deine Rechte als Mieter erklärt unabhängig die Verbraucherzentrale.

10 Profi Tipps zum richtigen Einlagern

  1. 1. Inventarliste anlegen. Fotografiere alle Gegenstände vor dem Einlagern. Das hilft beim Überblick und ist entscheidend im Versicherungsfall.
  2. 2. Stabile Verpackung wählen. Feste Umzugskartons statt Plastiksäcke. Plastik speichert Feuchtigkeit und begünstigt Schimmel.
  3. 3. Möbel schützen. Polstermöbel und Matratzen in Schutzhüllen einwickeln. Holzmöbel trocken und sauber einlagern.
  4. 4. Schweres nach unten. Stabile Möbel und schwere Kartons bilden die Basis. Leichtes kommt oben drauf.
  5. 5. Einen Gang freihalten. Plane einen freien Korridor, damit du auch an hinten Gelagertes herankommst.
  6. 6. Häufiges nach vorn. Was du regelmäßig brauchst, kommt in die erste Reihe.
  7. 7. Keine Lebensmittel und Flüssigkeiten. Verderbliches zieht Schädlinge an und ist bei allen seriösen Anbietern verboten.
  8. 8. Luftzirkulation sicherstellen. Möbel nicht direkt an die Wand stellen. 5 bis 10 Zentimeter Abstand verhindern Feuchtigkeitsstau.
  9. 9. Wertsachen separat versichern. Die Standardversicherung deckt oft nur einen Basiswert. Teures zusätzlich über die Hausratversicherung absichern.
  10. 10. Kündigung bestätigen lassen. Immer schriftlich kündigen und eine Bestätigung verlangen. Lagerraum räumen und Schloss zurückgeben.

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Was darf nicht in einen Lagerraum?

Verboten sind in allen deutschen Selfstorageanlagen: lebende Tiere und Pflanzen, Lebensmittel, gefährliche Stoffe und Chemikalien, Bargeld und Wertpapiere, Waffen ohne Genehmigung sowie gestohlenes Gut.

Bei Verstößen kann der Anbieter fristlos kündigen und den Inhalt auf deine Kosten verwerten.

Häufige Fragen zum Selfstorage

Brauche ich eine eigene Versicherung für den Lagerraum?

Eine Grundversicherung liefern die meisten Anbieter mit. Sie deckt jedoch oft nur 2.500 bis 5.000 Euro. Wertvolle Gegenstände sicherst du besser zusätzlich über deine Hausratversicherung oder eine spezielle Einlagerungsversicherung ab. Frag bei deiner Versicherung nach einer Außenversicherungsklausel.

Wie lang ist die Kündigungsfrist bei Selfstorage?

Die meisten Anbieter in Deutschland verlangen zwei Wochen Frist zum Monatsende. Einige bieten sogar wöchentliche Kündigung. Kündige immer schriftlich und bewahre die Bestätigung auf.

Kann ich einen Lagerraum ohne Mindestmietzeit buchen?

Ja. Viele Anbieter haben keine feste Mindestmietzeit, sondern nur eine Kündigungsfrist. Das macht Selfstorage zur flexibelsten Lagerlösung für kurzfristigen Bedarf.

Was passiert, wenn ich die Miete nicht mehr zahlen kann?

Nach mehrmaligem Zahlungsverzug darf der Anbieter den Lagerraum öffnen und den Inhalt auf deine Kosten verwerten oder versteigern. Melde dich frühzeitig, wenn es eng wird. Die meisten Anbieter finden eine Lösung.

Darf ich den Lagerraum als Büro oder Werkstatt nutzen?

Nein. Selfstorage ist ausschließlich zur Lagerung von Gegenständen gedacht. Arbeiten im Lagerraum, der Empfang von Kunden oder die Nutzung als Geschäftsadresse sind vertraglich ausgeschlossen.

Wie groß sollte mein Lagerraum für einen Umzug sein?

Für eine 1 Zimmer Wohnung reichen meist 7 bis 10 Quadratmeter. Für 2 bis 3 Zimmer plane 12 bis 20 Quadratmeter. Unser Platzrechner ermittelt deinen genauen Bedarf in wenigen Minuten.

Ist Selfstorage auch für Unternehmen geeignet?

Ja. Alle vier großen Anbieter im Vergleich bieten Gewerbetarife. Selfstorage eignet sich für Warenbestände, Messematerial, Büroausstattung und Aktenarchive. Gewerbliche Flächen starten meist ab 50 Quadratmeter.

Was ist der Unterschied zwischen Selfstorage und einem Speditionslager?

Beim Selfstorage behältst du den Schlüssel und hast jederzeit selbst Zugang. Beim Speditionslager übergibst du deine Sachen an den Betreiber und kommst nur nach Terminabsprache heran. Selfstorage ist flexibler, das Speditionslager eignet sich für sehr lange Einlagerung ohne Zugriff.

Kann ich jederzeit auf meinen Lagerraum zugreifen?

Bei modernen Anbietern ja, in der Regel 24 Stunden an 365 Tagen mit eigenem Zugangscode. Günstigere Anbieter beschränken den Zugang auf Bürozeiten. Achte vor der Buchung ausdrücklich auf 24/7 Zugang.

Fazit

Selfstorage ist die flexibelste und oft günstigste Lösung, wenn du mehr Platz brauchst. Die Preise reichen von 27 Euro in Nürnberg bis über 150 Euro für Gewerbeflächen. Zwischen Anbietern am gleichen Standort liegen bis zu 30 Prozent. Ein Vergleich lohnt sich immer.

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