Selfstorage Ratgeber: Lagerraum mieten, Größen und Kosten 2026

Stand: September 2026. Datenbasis: 113 Selfstoragestandorte in 41 deutschen Städten, davon 47 mit Preisen direkt von der Standortseite des Anbieters.

Wie viel Lagerraum brauchst du wirklich? Was kostet Selfstorage im Monat? Und welcher Anbieter passt zu deinem Bedarf? Dieser Ratgeber beantwortet jede Frage, die vor der ersten Buchung zählt. Alle Preise stammen von den Standortseiten der Anbieter, nicht aus Werbeversprechen.

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Was ist Selfstorage?

Selfstorage ist die Vermietung abschließbarer Lagerräume an Privatpersonen und Unternehmen. Du mietest einen Raum auf Zeit, behältst den Schlüssel selbst und kommst während der Zugangszeiten an deine Sachen, bei manchen Anbietern sogar rund um die Uhr. Anders als beim Speditionslager übergibst du nichts an den Betreiber.

Das Prinzip unterscheidet Selfstorage grundlegend von einer klassischen Lagerhalle. Du sperrst dein Lagerabteil selbst auf, bringst Mobiliar und Hausrat hinein oder holst es heraus, ohne Absprache und ohne Wartezeit. Moderne Anlagen bieten Lagerflächen von 1 Quadratmeter bis über 100 Quadratmeter, vollständig online buchbar, meist mit monatlicher Kündigung.

Für wen lohnt sich Selfstorage? 7 typische Fälle

Selfstorage lohnt sich besonders bei Umzug, Renovierung, Auslandsaufenthalt, Haushaltsauflösung, für Onlinehändler, für Studierende und zur saisonalen Auslagerung. Überall dort, wo vorübergehend oder dauerhaft Platz fehlt.

Beim Umzug

Zwischen Auszug und Einzug klafft oft eine Lücke von Wochen. Ein Lagerraum überbrückt sie ohne Stress und ohne Gepäck auf dem Flur. Standorte gibt es zum Beispiel für Lagerraum Berlin oder Lagerraum Hamburg.

Bei Renovierung und Sanierung

Wer Böden verlegt oder Wände einreißt, braucht freie Fläche. Eingelagertes Mobiliar bleibt sauber und trocken, während die Handwerker arbeiten.

Bei Auslandsaufenthalt oder langer Reise

Wer Monate im Ausland ist, kann die Wohnung aufgeben und den Hausrat einlagern. Das spart Monatsmiete und schafft Flexibilität beim Neustart.

Bei Haushaltsauflösung oder Erbschaft

Nach einem Erbfall türmt sich oft mehr an, als man sofort entscheiden kann. Ein Lagerraum gibt Zeit, ohne Druck zu sortieren.

Für Onlinehändler und Selbstständige

Warenbestände, Messematerial, Büroausstattung oder Aktenarchive: Selfstorage ist die kosteneffiziente Alternative zum teuren Büro oder Logistiklager. Viele Onlinehändler nutzen Lagerflächen als flexibles Fulfilmentlager.

Für Studierende

Zwischen zwei Semestern oder beim Wechsel der Unistadt reicht ein kleines Lagerabteil ab 1 Quadratmeter für Koffer, Bücher und Zimmerausstattung. Standorte gibt es zum Beispiel in Münster oder Aachen.

Als saisonale Auslagerung

Skiausrüstung im Sommer, Gartengeräte im Winter, Campingzubehör außerhalb der Saison. Wer klein wohnt, gewinnt ganzjährig Platz zurück.

Welche Lagerraumgröße brauche ich?

Als Faustregel entspricht 1 Quadratmeter Selfstorage einem mittelgroßen Umzugskarton, bis zur Decke gestapelt. Für eine 1 Zimmer Wohnung reichen meist 7 bis 10 Quadratmeter, für eine 3 Zimmer Wohnung plane 15 bis 20 Quadratmeter.

GrößeFassungsvermögenTypischer Anwendungsfall
1 bis 3 m²Koffer, Kartons, FahrradStudentenauszug, Saisonware
4 bis 6 m²Inhalt eines kleinen ZimmersWG Auszug, Skiausrüstung
7 bis 10 m²1 Zimmer Wohnung komplettUmzug, Motorrad einlagern
11 bis 20 m²2 bis 3 Zimmer WohnungRenovierung, Auslandsaufenthalt
21 bis 50 m²Komplette WohnungseinrichtungHaushaltsauflösung, Firmenarchiv
ab 50 m²Großes WarenlagerOnlinehandel, Messegut

Wenn du Möbel stapelst und bis zur Decke nutzt, kommst du oft mit weniger aus als gedacht.

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Was kostet Lagerraum mieten? Preise 2026

Die Monatsmiete hängt vor allem von Größe und Stadt ab. Kleine Abteile bis 2 m² gibt es in unserem Vergleich ab 15 Euro im Monat, typisch sind rund 51 Euro. Große Räume über 15 m² beginnen bei 155 Euro. Grundlage sind die regulären Preise von 47 Standorten, Aktionspreise sind nicht eingerechnet.

Preise nach Raumgröße

  • bis 2 m²: ab 15 Euro, typisch rund 51 Euro pro Monat
  • 2–5 m²: ab 50 Euro, typisch rund 92 Euro pro Monat
  • 5–10 m²: ab 82 Euro, typisch rund 147 Euro pro Monat
  • 10–15 m²: ab 120 Euro, typisch rund 232 Euro pro Monat
  • über 15 m²: ab 155 Euro, typisch rund 340 Euro pro Monat

Typisch meint den mittleren Wert der jeweils günstigsten Angebote aller Standorte mit veröffentlichten Preisen.

Preise nach Städten

Für 13 weitere Städte liegen uns noch keine Standortpreise vor.

Was zahle ich im ersten Monat?

Im ersten Monat fallen die Monatsmiete und je nach Anbieter eine Kaution und ein Schloss an. Shurgard und Storebox verlangen keine Kaution. MyPlace und BOXIE24 rechnen alle vier Wochen ab statt monatlich, aufs Jahr gerechnet sind das 13 statt 12 Zahlungen. Mit eigenem Vorhängeschloss sparst du die Schlossgebühr mancher Anbieter.

Einmalige Zusatzkosten

  • Kaution: rückzahlbar, ein bis zwei Monatsmieten, bei einigen Anbietern entfällt sie.
  • Versicherung: Grundschutz meist enthalten, deckt aber oft nur 2.500 bis 5.000 Euro. Wertvolles zusätzlich über die Hausratversicherung absichern.
  • Schloss: entweder vom Anbieter oder dein eigenes.

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Selfstorage oder Alternative? Der ehrliche Vergleich

Selfstorage bietet mehr Sicherheit und Flexibilität als eine Garage und ist günstiger und zugänglicher als ein Speditionslager. Wer selbst an seine Sachen will und kurze Kündigungsfristen schätzt, fährt mit Selfstorage am besten.

LösungKosten pro MonatZugangSicherheitFlexibilität
Selfstorageab 15 Euroselbst, täglichhoch (Video, Code)monatlich kündbar
Garage mietenab 60 Euroeigener Schlüsselgeringoft lange Frist
Speditionslagerauf Anfragenur nach Terminhochunflexibel
Dachboden oder Keller0 Eurojederzeitniedrigbegrenzt, feucht

Eine Garage ist selten klimatisiert und kaum gesichert. Das Speditionslager ist gut für sehr lange Einlagerung ohne Zugriff, aber teuer bei flexiblem Bedarf. Selfstorage ist der Mittelweg aus Preis, Sicherheit und Zugang.

Selfstorage Anbieter im Vergleich

Vier bekannte Selfstorageanbieter in Deutschland sind Shurgard, MyPlace, BOXIE24 und LAGERBOX. Sie unterscheiden sich vor allem bei Preis, Zugang und Zusatzservices wie Abholung.

Shurgard Self Storage

Einer der größten internationalen Anbieter, in über einem Dutzend deutschen Städten. Stärken: Videoüberwachung mit Alarmsystem, Zugang per App und keine Kaution. Reguläre Preise ab 40 Euro im Monat, dazu kommen oft Aktionsangebote für Neukunden. Shurgard Standorte vergleichen.

MyPlace SelfStorage

Einer der großen deutschen Anbieter, mit Anlagen in Berlin, Bremen, Hamburg, Leipzig, Mainz, München, Nürnberg, Potsdam und Stuttgart. Mindestmietdauer zwei Wochen, danach wöchentlich kündbar. MyPlace nennt Preise pro Woche, auf den Monat umgerechnet ab 23 Euro. MyPlace Standorte vergleichen.

BOXIE24

Full Service: BOXIE24 holt deine Sachen ab, lagert sie ein und bringt sie auf Wunsch zurück. Ideal ohne eigenes Fahrzeug. Einen eigenen Zugang zum Lager hast du dabei nicht. Die Preise berechnet BOXIE24 je nach Stadt, Größe und Mindestlaufzeit, abgerechnet wird alle vier Wochen. BOXIE24 Standorte vergleichen.

LAGERBOX

Zahlreiche deutsche Standorte mit Zugang täglich von 6 bis 23 Uhr. Feste Preise je Größe veröffentlicht LAGERBOX nicht, die Miete wird individuell angeboten. An 8 Standorten in unserem Vergleich nennt LAGERBOX einen Einstieg ab 9,95 Euro im Monat. LAGERBOX Standorte vergleichen.

Worauf kommt es beim Vergleich an?

Beim Anbietervergleich zählen fünf Kriterien: Lage und Erreichbarkeit, Sicherheit, Klimatisierung, Zugangszeiten und die Kündigungsfrist. Der günstigste Preis allein entscheidet selten.

Lage und Erreichbarkeit

Parkplätze am Gebäude, ebenerdige Zufahrt für Transporter, Lastenaufzug für obere Etagen, Nähe zum Autobahnanschluss.

Sicherheit

Videoüberwachung rund um die Uhr, individueller Zugangscode pro Mieter, einbruchgesichertes Gebäude, Brandmeldeanlage.

Klimatisierung

Für Wein, Elektronik, Ledermöbel oder Holz wichtig. Achte auf Temperatur (idealerweise 15 bis 25 Grad) und Luftfeuchtigkeit (unter 60 Prozent).

Zugangszeiten

Die Zugangszeiten unterscheiden sich deutlich. Viele große Anbieter öffnen täglich von früh bis spät, rund um die Uhr geht es nur bei einem Teil. Wer nachts oder sehr früh an sein Lager muss, sollte ausdrücklich darauf achten.

Kündigungsfristen

Die meisten deutschen Anbieter ermöglichen monatliche Kündigung mit zwei Wochen Frist. Ein Jahresvertrag spart oft 10 bis 20 Prozent. Deine Rechte als Mieter erklärt unabhängig die Verbraucherzentrale.

10 Profi Tipps zum richtigen Einlagern

  1. 1. Inventarliste anlegen. Fotografiere alle Gegenstände vor dem Einlagern. Das hilft beim Überblick und ist entscheidend im Versicherungsfall.
  2. 2. Stabile Verpackung wählen. Feste Umzugskartons statt Plastiksäcke. Plastik speichert Feuchtigkeit und begünstigt Schimmel.
  3. 3. Möbel schützen. Polstermöbel und Matratzen in Schutzhüllen einwickeln. Holzmöbel trocken und sauber einlagern.
  4. 4. Schweres nach unten. Stabile Möbel und schwere Kartons bilden die Basis. Leichtes kommt oben drauf.
  5. 5. Einen Gang freihalten. Plane einen freien Korridor, damit du auch an hinten Gelagertes herankommst.
  6. 6. Häufiges nach vorn. Was du regelmäßig brauchst, kommt in die erste Reihe.
  7. 7. Keine Lebensmittel und Flüssigkeiten. Verderbliches zieht Schädlinge an und ist bei allen seriösen Anbietern verboten.
  8. 8. Luftzirkulation sicherstellen. Möbel nicht direkt an die Wand stellen. 5 bis 10 Zentimeter Abstand verhindern Feuchtigkeitsstau.
  9. 9. Wertsachen separat versichern. Die Standardversicherung deckt oft nur einen Basiswert. Teures zusätzlich über die Hausratversicherung absichern.
  10. 10. Kündigung bestätigen lassen. Immer schriftlich kündigen und eine Bestätigung verlangen. Lagerraum räumen und Schloss zurückgeben.

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Was darf nicht in einen Lagerraum?

Verboten sind in allen deutschen Selfstorageanlagen: lebende Tiere und Pflanzen, Lebensmittel, gefährliche Stoffe und Chemikalien, Bargeld und Wertpapiere, Waffen ohne Genehmigung sowie gestohlenes Gut.

Bei Verstößen kann der Anbieter fristlos kündigen und den Inhalt auf deine Kosten verwerten.

Häufige Fragen zum Selfstorage

Brauche ich eine eigene Versicherung für den Lagerraum?

Eine Grundversicherung liefern die meisten Anbieter mit. Sie deckt jedoch oft nur 2.500 bis 5.000 Euro. Wertvolle Gegenstände sicherst du besser zusätzlich über deine Hausratversicherung oder eine spezielle Einlagerungsversicherung ab. Frag bei deiner Versicherung nach einer Außenversicherungsklausel.

Wie lang ist die Kündigungsfrist bei Selfstorage?

Die meisten Anbieter in Deutschland verlangen zwei Wochen Frist zum Monatsende. Einige bieten sogar wöchentliche Kündigung. Kündige immer schriftlich und bewahre die Bestätigung auf.

Kann ich einen Lagerraum ohne Mindestmietzeit buchen?

Ja. Viele Anbieter haben keine feste Mindestmietzeit, sondern nur eine Kündigungsfrist. Das macht Selfstorage zur flexibelsten Lagerlösung für kurzfristigen Bedarf.

Was passiert, wenn ich die Miete nicht mehr zahlen kann?

Nach mehrmaligem Zahlungsverzug darf der Anbieter den Lagerraum öffnen und den Inhalt auf deine Kosten verwerten oder versteigern. Melde dich frühzeitig, wenn es eng wird. Die meisten Anbieter finden eine Lösung.

Darf ich den Lagerraum als Büro oder Werkstatt nutzen?

Nein. Selfstorage ist ausschließlich zur Lagerung von Gegenständen gedacht. Arbeiten im Lagerraum, der Empfang von Kunden oder die Nutzung als Geschäftsadresse sind vertraglich ausgeschlossen.

Wie groß sollte mein Lagerraum für einen Umzug sein?

Für eine 1 Zimmer Wohnung reichen meist 7 bis 10 Quadratmeter. Für 2 bis 3 Zimmer plane 12 bis 20 Quadratmeter. Unser Platzrechner ermittelt deinen genauen Bedarf in wenigen Minuten.

Ist Selfstorage auch für Unternehmen geeignet?

Ja. Alle vier großen Anbieter im Vergleich bieten Gewerbetarife. Selfstorage eignet sich für Warenbestände, Messematerial, Büroausstattung und Aktenarchive. Gewerbliche Flächen starten meist ab 50 Quadratmeter.

Was ist der Unterschied zwischen Selfstorage und einem Speditionslager?

Beim Selfstorage behältst du den Schlüssel und hast jederzeit selbst Zugang. Beim Speditionslager übergibst du deine Sachen an den Betreiber und kommst nur nach Terminabsprache heran. Selfstorage ist flexibler, das Speditionslager eignet sich für sehr lange Einlagerung ohne Zugriff.

Kann ich jederzeit auf meinen Lagerraum zugreifen?

Das hängt vom Anbieter ab. Viele Standorte sind täglich von früh bis spät zugänglich, meist ab 6 oder 7 Uhr bis 21, 22 oder 23 Uhr. Einige Anbieter bieten Zugang rund um die Uhr mit eigenem Zugangscode. Wo bekannt, stehen die Zugangszeiten direkt beim Standort, im Zweifel vor der Buchung nachfragen.

Fazit

Selfstorage ist die flexibelste und oft günstigste Lösung, wenn du mehr Platz brauchst. Kleine Abteile gibt es in unserem Vergleich ab 15 Euro im Monat. Große Räume über 15 m² kosten typisch rund 340 Euro. Innerhalb einer Stadt unterscheiden sich die Preise je nach Anbieter deutlich. Ein Vergleich lohnt sich immer.

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